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Resch+Frisch: Gruppe schließt Generationswechsel ab

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Wels / AT. (rfg) Die Unternehmensgruppe Resch+Frisch bilanziert im Jahr 2019 einen Rekordumsatz und rüstet sich für die Zukunft. Vor Kurzem übergab Eigentümer Kommerzialrat Josef Resch seinem Sohn Georg die restlichen 90 Prozent seiner Firmenanteile. Georg Resch hält nun 100 Prozent des Unternehmens als Alleineigentümer und führt mit seinem Management-Team, vorwiegend aus langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bestehend, das Unternehmen in vierter Generation weiter. KR Josef Resch, der Pionier des Tiefkühlbackwaren-Systems, wird nach beinahe 50 Jahren im Unternehmen in den wohlverdienten Ruhestand gehen.

«Es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit und Stolz, wenn ich auf die letzten beinahe 50 Jahre zurückblicke – es war eine sehr intensive, herausfordernde und schöne Zeit und es freut mich umso mehr, dass Resch+Frisch weiterhin ein Familienunternehmen bleibt. Ich habe beschlossen, mich aus meiner aktiven Rolle in der Geschäftsführung und auch als Eigentümer zu verabschieden und Resch+Frisch in die Hände meines Sohnes Georg zu legen», sagt Senior KR Josef Resch bei der Übergabe seiner gesamten Anteile an seinen Sohn. Der jetzige Generationenwechsel hat bereits vor rund acht Jahren mit dem Eintritt von Georg Resch in das Unternehmen begonnen.

Das Familienunternehmen Resch+Frisch mit beinahe 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern konnte im Geschäftsjahr 2019 seinen Umsatz um knapp fünf Prozent auf 159,7 Millionen Euro steigern.

Georg Resch steuert das Unternehmen mit seinem Management-Team aus acht Personen. Für den Geschäftsbereich Sales (Gastro, Heimdienst und Filialen) sind die beiden langjährigen Geschäftsführer Kai Peter Höller und Wolfgang Frießnegg verantwortlich. Die Finanzen liegen in der Verantwortung von Geschäftsführer Gerhard Leimer. Die Produktion samt Logistik leitet als Geschäftsführer DI Bernhard Prechtl mit Hubert Schneider als Bereichsleiter. Die Holding fungiert als Muttergesellschaft und wird neben der operativen Geschäftsführung von Georg Resch von den langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Mag. Sabine Schgör (Bereichsleitung Marketing, Sortiment- und Qualitätsmanagement, Produktentwicklung), Mag. Katrin Bointner (HR Leitung) und DI Martin Trummer (IT Leitung) geführt.

Der Planumsatz für das Jahr 2020 liegt bei 167 Millionen Euro. «Wir setzen weiterhin auf unsere österreichische Rohstoffpolitik mit rund 350 regionalen Vertragslandwirten und verstärken auch künftig die Initiative «Ernährung mit Mehrwert» durch unseren Sortimentsbereich «Superfood». Unsere Kunden sollen wissen, wo unsere Rohstoffe herkommen, wie diese verarbeitet werden und was die Rohstoffe im Körper bewirken,» sagt Geschäftsführer Georg Resch, der die von seinem Vater Josef gelebte Qualitätsschiene zu 100 Prozent weiterführen wird.

Mit Anfang 2020 wurden nicht nur die Eigentumsverhältnisse des Unternehmens neu geregelt, sondern auch ein neuer Marktauftritt mit einem modernisierten Logo soll die Marke Resch+Frisch noch stärker am Markt etablieren. Das größte Expansionsprojekt der Firmengeschichte, der Neu- und Umbau des Produktionswerks am Standort Gunskirchen mit einer geplanten Investitionssumme von rund 75 Millionen Euro, schreitet gut voran. Es wurden bereits mehrere Manufaktur-Fertigungslinien – mit hohem Anteil an Handfertigung – in Betrieb genommen. «Mit diesem Bau und den neuen Manufaktur-Linien können wir unsere Qualitätsphilosophie weiterhin umsetzen.» sagt Georg Resch. Am Standort Gunskirchen ist der neue Sitz der Konzernzentrale, im Endausbau werden hier rund 350 Mitarbeitende beschäftigt sein.

2019 feierte Resch+Frisch 95 Jahre Firmengeschichte

1924 hat der Urgroßvater des neuen Inhabers und Geschäftsführers in Wels den Grundstein des Familienunternehmens mit der Gründung der Bäckerei Resch gelegt. Aus einer sehr traditionsreichen Lungauer Bäckereifamilie stammend, seine Vorfahren waren bereits seit 1665 als Bäcker in St. Leonhard ob Tamsweg tätig, setzte bereits der Firmengründer auf Engagement und Qualität. Heute ist die Marke Resch+Frisch bereits ein Synonym für ofenfrische Backwaren.

KR Josef Resch trat 1973 durch den tragischen Tod seines Vaters gemeinsam mit seinem Bruder Paul in das Unternehmen ein. Mit der Mutter wurde das Unternehmen im Raum Wels stetig weiterentwickelt, die Produktion wurde erweitert sowie neue Filialen wurden im Zentralraum OÖ eröffnet. Im Jahr 2006 übernahm KR Josef Resch als alleiniger Eigentümer und Geschäftsführer alle Firmenanteile von seinen Brüdern und seiner Mutter, entwickelte Resch+Frisch weiter zu einem führenden, international tätigen Backwarenunternehmen. Unter der Leitung von KR Josef Resch wurde das Unternehmen zu einem bedeutenden Arbeitgeber im Raum Wels, zahlreiche Auszeichnungen zeugen von der erfolgreichen Entwicklung. KR Josef Resch wurde unter anderem das goldene Ehrenzeichen der Stadt Wels verliehen, Auszeichnungen von seiner Tätigkeit in der Wirtschaftskammer und dem Wirtschaftsbund zeigen das große Engagement und den Einsatz.

Georg Resch (33) ist verheiratet und Vater von drei Kindern. In seiner bisherigen beruflichen Laufbahn konnte der ausgebildete Bürokaufmann vorerst als Trainee und später als Führungskraft in den unterschiedlichsten Bereichen das Unternehmen von Grund auf kennenlernen. Vom Trainee über Filialleiter, Bezirksleiter und Verkaufsleiter konnte Georg Resch in den letzten Jahren viel Erfahrung sammeln, zuletzt war er als Geschäftsführer mehr als zwei Jahre für die Sparte Gastronomie verantwortlich (Foto: Resch+Frisch).