Freitag, 14. Juni 2024
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BMEL: Deutscher Biomarkt weiter auf Wachstumskurs

Berlin. (boelw) Regelmäßig stellt der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschft (BÖLW) anhand einer Broschüre detailliert die aktuellen Entwicklungen der Biobranche dar. So auch in diesem Februar unter dem Titel «Daten, Zahlen, Fakten – die Biobranche 2014» (Format PDF; 19 Seiten; 4.329 KB). Demnach wuchs der deutsche Ökomarkt 2013 in ähnlichem Umfang wie 2012. Preissteigerungen bei Frischeprodukten und Absatzsteigerungen bei Trockenprodukten sorgten für einen höheren Umsatz. Die deutschen Haushalte gaben 2013 alles in allem mit 7,55 Milliarden Euro gegenüber 2012 gut sieben Prozent mehr Geld für Öko-Lebensmittel und -Getränke aus. Die deutsche Ökofläche wuchs 2013 um rund 10.598 Hektar auf 1.044.953 Hektar, was einem Plus von 1,0 Prozent gegenüber 2012 entspricht. Das ist die eine Seite. Andererseits, und dabei stützt sich der Bericht recht deutlich auf die Zahlen der Bonner Agrarmarkt Informations- Gesellschaft (AMI), geht der Anbau von Biogetreide seit dem Boomjahr 2009 kontinuierlich zurück. Nach 209.000 Hektar in 2009, 207.000 Hektar in 2010 und 204.000 Hektar 2011 wurde in 2012 nur noch auf 202.000 Hektar Fläche Biogetreide erzeugt. Entwicklungen zum Thema Absatz und Umsatz bei Biobrot und Biogebäck nennt der BÖLW-Bericht nicht, doch weist eine AMI-Analyse des GfK-Haushaltspanels im Rahmen der BMEL-Mitteilung Deutscher Biomarkt setzt Wachstumskurs weiter fort darauf hin, dass der Absatz von Biobrot in 2013 vier Prozent vom Gesamtmarkt ausmachte, der Umsatz 6,8 Prozent. «Sonstige Verkaufskanäle», zu denen auch Bäckereien gehören, konnten sich gegenüber 2012 durchaus steigern. Das heißt, dass von den 7,55 Milliarden Euro, die Verbraucher 2013 für Ökoprodukte insgesamt ausgaben, rund 650 Millionen Euro in ihre Kassen floss. Das macht laut AMI knapp neun Prozent vom Ganzen aus.