Mittwoch, 30. November 2022
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Neue Grippe: Übertragung durch Lebensmittel unwahrscheinlich

Bonn. (aid) Dass die neue Grippe – ursprünglich auch Schweinegrippe genannt – mit Schweinen nichts zu tun hat und deswegen auch nicht durch Schweinefleisch übertragen wird, ist inzwischen bekannt. Aber können Grippeviren durch Lebensmittel übertragen werden, wenn diese von infizierten Personen verarbeitet und vor dem Verzehr nicht mehr erhitzt werden? Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) schätzt dieses Risiko als sehr gering ein. Eine indirekte Übertragung der Viren von einer infizierten Person über ein Lebensmittel auf eine andere Person ist eher unwahrscheinlich. Die Stabilität der Influenzaviren in der Umwelt und auf Lebensmitteln ist abhängig vom Virenstamm und wird vom BfR als niedrig angesehen. Jedoch liegen noch keine validen Daten über die Stabilität des H1N1-Virus auf Lebensmitteln und über die orale Infektionsdosis vor. Doch selbst wenn eine Übertragung der Viren über Lebensmittel unwahrscheinlich ist, sollten Personen, die Symptome von Infektionskrankheiten zeigen, generell keine Lebensmittel für andere herstellen oder verarbeiten. Dies gilt auch im Hinblick auf andere Infektionserkrankungen. Info: Weitere Hygienetipps gibt es im Internet unter wir-gegen-viren.de. Wem das noch nicht reicht, dem empfiehlt der aid Infodienst die Lektüre oft gefragter Fragen und Antworten darauf aus der Feder des BfR (Format PDF, zwei Seiten, 35 KB).

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